Aktuelles

Gründung Pro Velo Fricktal

Am Mittwoch 2.11.2022 um 19.30 Uhr wird im Hotel Schützen, Rheinfelden, der Regionalverband Pro Velo Fricktal gegründet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Für das Jahresprogramm 2023 sind u.a. ein Velofahrkurs und eine Velobörse geplant. Pro Velo Fricktal wird sich auch aktiv in die Velopolitik einbringen und sich für bessere Bedingungen für die Velofahrenden im Fricktal einsetzen.

Kontakt:
Béa Bieber
Thermenstrasse 19
4310 Rheinfelden
Tel. 079 351 15 59

Pro Velo zufrieden mit dem Veloweggesetz

Bern, 28.9.2021 Der Ständerat hat heute das Veloweggesetz verabschiedet und ist dabei weitgehend dem Vorschlag des Bundesrates gefolgt. Für Pro Velo-Präsident Matthias Aebischer ist das Gesetz eine gelungene Umsetzung des Verfassungsartikels: „Es ist erfreulich, dass auch der Ständerat die zentralen Elemente des Gesetzes unterstützt. Das Velowegnetz wird damit dichter, attraktiver und sicherer.“ Einige unnötige Abschwächungen im Gesetz sollten jedoch im Nationalrat korrigiert werden.

Der Bundesrat will mit dem Veloweggesetz dem Velo Schub verleihen und das Velofahren sicherer machen. Hierzu will er eine Planungspflicht einführen und Grundsätze definieren, die bei der Planung und beim Bau von Velowegen im ganzen Land gleichermassen gelten sollen. Wo Wege aufgehoben werden, muss zudem Ersatz geschaffen werden. Um eine möglichst hohe Qualität zu erreichen, sollen auch Fachorganisationen in die Planung eingebunden werden.

Der Ständerat ist dem Vorschlag des Bundesrates weitgehend gefolgt und hat die zentralen Elemente des Gesetzes gutgeheissen. Er hat indessen einige Abschwächungen vorgenommen, so bei den Planungsgrundsätzen und bei der Ersatzpflicht. „Diese Abstriche sind unnötig und unverständlich. Gerade für Velofahrende, die selber pedalen müssen und über keine schützende Carrosserie verfügen, sind direkte und sichere Wege besonders wichtig“, so Matthias Aebischer. Auch hat der Ständerat das Verbandsbeschwerderecht für Fachorganisationen, wie es sich im Fuss- und Wanderweggesetz bewährt hat, aus dem Veloweggesetz gestrichen. Pro Velo-Präsident Aebischer will sich im Nationalrat nun dafür einsetzen, dass diese Abschwächungen rückgängig gemacht werden.

Das Veloweggesetz ist die Umsetzung des Bundesbeschlusses Velo, der im Jahre 2018 von mehr als 73 % der Stimmenden und von allen Kantonen angenommen wurde. Für Pro Velo ist dieses Abstimmungsresultat ein deutlicher Auftrag an den Gesetzgeber, ein griffiges Gesetz zu schaffen, das dem Velo attraktive und sichere Rahmenbedingungen bringt.

Auskunft
Nationalrat Matthias Aebischer, Präsident Pro Velo Schweiz, 079 607 17 30
Jürg Buri, Geschäftsleiter Pro Velo Schweiz, 078 627 84 14

Übergabe der Velo-Petition an Bundeskanzlei und SBB

Über 54’000 Velofahrende wollen keine Reservationspflicht für den Veloverlad.

Die neue Reservationspflicht für Velos im Fernverkehr hat einen Haken: Sie bremst die Kombination von Bahn und Velo aus. Deshalb haben mehr als 54’000 Menschen die Petition «Gegen die Reservationspflicht – Für ein offenes System Bahn und Velo» unterschrieben. Pro Velo, VCS und ein Dutzend weitere Verbände haben sie am 6. September der SBB und der Bundeskanzlei übergeben.

Am Morgen des 6. September überreichten zahlreiche Mitglieder der 14 Organisationen die Petitionsunterschriften an einem Velohaken an Linus Looser, Leiter Produktion Personenverkehr der SBB, vor dem SBB-Hauptsitz in Bern Wankdorf. Gleichzeitig wurde die Petition elektronisch bei der Bundeskanzlei eingereicht.

Die Petition verlangt, dass der Veloselbstverlad mit dem Zug einfacher und die Reservationspflicht abgeschafft werden, sonst droht eine Verlagerung auf die Strasse. Ein deutlicher Kapazitätsausbau für die Velomitnahme im Zug ist gerade im Sommer zentral, damit der Zug auch im Freizeitverkehr eine attraktive Alternative gegenüber dem Auto bleibt. Auch angesichts des aktuellen Velo-Booms muss die SBB auf dieses Kundenbedürfnis reagieren.

Ruedi Blumer, Präsident des VCS Verkehrs-Club der Schweiz, ist überzeugt: «Immer mehr Menschen kombinieren Velo und Zug, im Alltag wie in der Freizeit. Diese Kombination ist umwelt- und klimapolitisch erwünscht und darf nicht durch die Reservationspflicht behindert werden.» Jürg Buri, Geschäftsleiter von Pro Velo hält fest: «Die 54’000 Velofahrenden fordern, dass die SBB dafür sorgt, auf den beliebten Stecken mit geeignetem Rollmaterial genügend Platz für die Velomitnahme zu schaffen.»

Umsetzung muss verbessert werden
Das Petitionskomitee anerkennt zwar, dass angesichts der sehr schnell wachsenden Nachfrage nach Velomitnahme im Zug die nötigen Kapazitäten nicht innert kurzer Zeit geschaffen werden konnten. Doch die Nachfragesteigerung zeichnete sich schon seit Jahren ab und dennoch wurde dieser Trend von der SBB nicht aufgenommen. Das darf nicht wieder passieren.

Für künftige Rollmaterialbeschaffungen müssen die Bedürfnisse der Bahnfahrenden mit Velo stärker berücksichtigt werden. Zudem muss die SBB die Umsetzung der Reservationspflicht stark verbessern. Denn dieser Sommer hat gezeigt: Mit der SBB App sind Reservationen insbesondere für Gruppen sehr aufwändig, oft kommt es auf dem Perron und im Zug zu Pannen. Deshalb fordert die Petition sofortige Verbesserungen an der App und mittelfristig eine bedarfsgerechte Erhöhung des Platzangebotes für Velos und somit die Abschaffung der Reservationspflicht, die seit dem 21. März 2021 in allen Intercity-Zügen von Freitag bis Sonntag gilt.

Die Petition «Gegen die Reservationspflicht – Für ein offenes System Bahn & Velo» wurde von54‘137 Personen unterzeichnet; 40 201 online Deutsch, 7 801 online Französisch, 531 online Italienisch und 5‘604 auf Papier.

Text der Petition (PDF) hier.

Kontakt:
Jürg Buri, Geschäftsleiter Pro Velo, Tel. 031 318 54 09 / 078 627 84 14

3 Mio. Schweizer*innen fahren Velo – neues Faktenblatt Astra

42 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung im Alter ab 15 Jahren nennen Velofahren als eine von ihnen ausgeübte Sport- und Bewegungsaktivität. Damit schwingen sich hochgerechnet knapp drei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zumindest ab und zu in den Velosattel.

Bei den Frauen verwenden über 60 Prozent das Velo überwiegend im Alltag, bei den Männern sind es etwas mehr als 40 Prozent. Ein Drittel der Männer benutzt das Velo vor allem oder überwiegend auf Velotouren. Sowohl bei den Velofahrenden unter 30 Jahren wie bei den Velofahrenden ab 75 Jahren nimmt die Verwendung im Alltag einen grösseren Stellenwert ein als bei den mittleren Altersgruppen. Hochgerechnet auf die rund 2.4 Millionen Velotourenfahrenden generieren die Velotouren der einheimischen Wohnbevölkerung einen jährlichen Umsatz von rund 2.6 Milliarden Franken.

Faktenblatt Astra: 67620.pdf (admin.ch)

Hubert Kirrmann verstorben

Ganz unerwartet ist am 6. Juli unser Kollege Hubert Kirrmann 73jährig an einem Herzstillstand verstorben. Wir sind betroffen und traurig.

Hubert hat vor 40 Jahren die damalige IG Velo Region Baden mitbegründet und führte den Regionalverband seit 2008 unter dem Namen Pro Velo Region Baden als Präsident. Hubert war in all diesen Jahren eine starke Stimme für das Velo und hat mit seinem unermüdlichen Engagement sehr viel bewirkt. Regelmässig war er auch auf nationaler Ebene aktiv, beteiligte sich an Versammlungen und Workshops und brachte seine reiche Erfahrung in Entwicklungsprozesse ein.

Die Schweizer Velobewegung verliert mit Hubert einen kompetenten und engagierten Mitstreiter und vor allem einen lieben Freund. Hubert wird in unseren Herzen weiterleben. Unsere Gedanken gelten seiner Ehefrau Verena und seinen Angehörigen.

Pro Velo diskutiert mit an der VCS-Fachtagung rund um den Velo-Masterplan!

Die Tagung (9. September) soll die Idee eines Schweizer Velo-Masterplans mit Fachleuten vertiefen und die politische Diskussion in Gang bringen. Damit in Zukunft deutlich mehr Menschen Lust haben, im Alltag Velo zu fahren. Jürg Buri, der Geschäftsleiter von Pro Velo, ist Podiumsgast und diskutiert mit!

An der Fachtagung wird aufgezeigt, dass Veloförderung nicht nur damit getan ist, dass die Kantone eine Planungspflicht für Velorouten erhalten. Es braucht auf nationaler Ebene eine Strategie mit klaren Zielsetzungen, Massnahmen in mehreren Handlungsfeldern und ein koordiniertes Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Akteuren.

Zielgruppe: Die Tagung richtet sich an Fachleute der Verkehrsplanung von Bund, Kantonen und Gemeinden, aus dem Bereich der Forschung und Bildung, Angehörige der Behörden, Fachleute von Umweltorganisationen, interessierte Medienschaffende, Politikerinnen und Politiker sowie interessierte Privatpersonen.

Jetzt anmelden:

Velotagung – VCS Verkehrs-Club der Schweiz (verkehrsclub.ch)

Neue Veloregeln: Schritte in die richtige Richtung

Am 1. Januar sind zahlreiche neue Verkehrsregeln in Kraft getreten. Für die Velo-fahrenden zum Beispiel das Rechtsabbiegen bei Rot und das Fahren auf dem Trottoir für Kinder bis 12 Jahre. „Wir bewegen uns in die richtige Richtung.“, sagt Nationalrat Matthias Aebischer, Präsident von Pro Velo Schweiz. „Weitere Verbesserungen sind jedoch nötig, um punkto Attraktivität zu den Vorzeigeländern in Europa aufschliessen zu können.“

Pro Velo Schweiz begrüsst die Verbesserungen, die die neuen Verkehrsregeln für das Velo bringen. Die wichtigste Neuerung ist wohl das Rechtsabbiegen bei Rot. Dort, wo die neue Signaltafel hängt, wird das Rotlicht für rechts abbiegende Velos zum „Kein Vortritt“. Pro Velo fordert die Städte und Kantone auf, von der neuen Möglichkeit umgehend Gebrauch zu machen. Das Rechtsabbiegen bei Rot erhöht den Fahrfluss des Velos und vermindert Konflikte mit dem Autoverkehr an Kreuzungen.

Mehr Sicherheit bringt auch das Recht für Kinder bis 12 Jahre, auf dem Trottoir zu fahren, wo Radwege und Radstreifen fehlen. „Das ist klar eine Notmassnahme dort, wo die Sicherheit der jungen Velofahrerinnen und Velofahrer auf der Strasse nicht gewährleistet ist“, sagt Jürg Buri, Geschäftsleiter von Pro Velo Schweiz. „Es ist ein klares Zeichen an die Gemeinden und Kantone, die Strassen velofreundlicher und sicherer zu gestalten, gerade auch für Kinder.“

Um das grosse Potential des Veloverkehrs weiter ausschöpfen zu können, sind aus Sicht von Pro Velo jedoch weitere Anpassungen des Verkehrsrechts nötig. Beispiele sind ein gesetzlicher Mindestabstand beim Überholen von Velos, ein Überholverbot von Velos in Kreiseln und Erleichterungen beim Kinder- und Warentransport mit Lastenvelos. „In unseren Städten sind im besten Fall 20 % der Menschen mit dem Velo unterwegs, in nordischen Ländern sind es bis zu 50 %. Das wollen und können wir auch“, ist Matthias Aebischer überzeugt.

Auskunft
Nationalrat Matthias Aebischer, Präsident Pro Velo Schweiz, 079 607 17 30
Jürg Buri, Geschäftsleiter Pro Velo Schweiz, 078 627 84 14

Petition für eine bessere Kombination Velo Zug

13 Organisationen wehren sich gegen die Velo Reservationspflicht der SBB. Ab dem 21. März 2021 wird die SBB in allen Intercity-Zügen am Wochenende eine Reservationspflicht für den Veloselbstverlad einführen. Damit wird die Velomitnahme teurer und komplizierter. Die SBB verspricht zwar für die ferne Zukunft, in den IC Zügen mehr Platz zu schaffen, das Ticketing zu vereinfachen und die Reservationsgebühr zu kompensieren. Das wird begrüsst. Doch die heute von der SBB kommunizierten Schritte gehen in die falsche Richtung.

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